Thomas Keup @ spricht-fuer-sie.de

5.2.10

IT-Unternehmen auf dem Weg zu ihren Märkten.

Liebe Leser:

Die Berliner Werbe- und PR-Agentur Index veröffentlichte vor Kurzem ihre Studie zur Kommunikation von IT-Unternehmen. Die Kollegen befragten 160 Vorstände, Geschäftsführer, Marketing- und PR-Verantwortliche aus IT-Unternehmen in der DACH-Region, welche Trends sie für ihre Kommunikation sehen.

Mit 29% Kleinbetrieben (bis 50 Mitarbeiter/innen), 31% mittelständischen IT-Anbietern (bis 500 MA) und 17% Großunternehmen (ab 500 Beschäftigte) gibt die Umfrage vom November 2009 einen guten Gesamtüberblick zur PR-Arbeit in der IT-Industrie.

Mit 60% B-2-B-Anbietern fokkusiert die Studie auf den für die IT-Kommunikation interessanten, zugleich jedoch schwierigeren Bereich. Denn: Die Zahl der auf professionelle IT spezialisierten Kommunikationspartner (z. B. Fach- und Wirtschaftsjournalisten) ist bei einem Blick in den news aktuell MEDIAatlas eher begrenzt.

Zu den Ergebnissen: Knapp 3/4 der Beteiligten (74%) sehen heute Online-Kommunikation als die - für ihr Unternehmen - erfolgversprechenste "PR-Disziplin". 80% der Befragten erwarten in den kommenden Jahren eine noch größere Bedeutung der "PR im Web".

Bei den Online-Kanälen dominieren vor allem Foren (mit 40%), Social Communities (mit 34%), Twitter und andere Microblogs (mit 26%) sowie - erstaunlicherweise - Blogs mit 25%. Weitergehende Social Media Aktivitäten, wie Videos, mobile Angebote oder Social Media Releases sind noch in der "Entwicklungsphase".

Jetzt kommt der Haken:
Noch immer nutzen 56% der IT-Unternehmen die "klassische Pressearbeit" in ihrer Kommunikation am Häufigsten! 76% setzen vor allem auf die gute alte Pressemitteilung, 71% auf Anwenderberichte und 68% auf Fachartikel.


Meine Meinung dazu:

IT-Unternehmen sind noch lange nicht im offen-vernetzten Web angekommen! Zu groß ist die Angst, die vermeindliche Kontrolle über die Kommunikation ihrer Kunden, Partner und der Medien zu verlieren. Eine Kommunikation, die sie nie steuern konnten, dies jedoch glaubten und glauben.

Noch immer hoffen IT-Unternehmer und -Manager, mit "Solutions", "Innovations" und "Leadership" Fachjournalisten hinter dem Ofen hervor zu locken. Noch immer setzen viele IT-Anbieter auf gekaufte Werbebeiträge in gedruckten Fachmedien, die zunehmend an Bedeutung verlieren. Denn die Leser sind längst online unterwegs.

Warum gibt es diesen "Gap" zwischen hoffnungsvollen Erwartungen (zur Online-Kommunikation) und dem Festhalten an den größten "PR-Hits der 70er, 80er und 90er"?. Die Antwort darauf habe ich auf dem "Twittwoch" - einem regelmäßigen Treffen der Twitterer in Berlin - gefunden.

Der Berliner Markenspezialist Klaas Kramer brachte es ganz einfach auf den Punkt:

Märkte - und damit wir alle, die über Firmen, Produkte und Leistungen reden - sind "heterarchisch" organisiert. Heißt: gleichberechtigt - nebeneinander - vernetzt. Und Firmen? Sie sind "hierachisch" aufgestellt, also über- und untergeordnet organisiert.

Und nun? Jetzt sind wir bei den Mitarbeitern. Bei mutigen Profis, die bloggen, twittern und sich vernetzen. Die interessante Neuigkeiten aus Ihrer Themenwelt berichten und sich an die "Policy" halten. Jetzt sind wir bei "One message - many voices".

Die Demokratisierung der Unternehmen hat gerade erst begonnen. Sie hat viel mit offener Vernetzung und mit dem kulturellen Wandel zu tun, der gerade erst begonnen hat. Ein Wandel, den gute Kommunikatoren seit mind. 10 Jahren einfordern - mit drei einfachen Worten: offen, ehrlich, fair.

Vielleicht sollten Index und andere Agenturen bei einer der nächsten Umfragen auf die kulturellen Aspekte eingehen. Wie können sich Unternehmer und Geschäftsführer öffnen? Wie können ihnen PR- und Marketing-Profis dabei helfen?

Und wie können wir gemeinsam "loslassen" und dabei eine Menge "gewinnen"?

Herzliche Grüße

Thomas Keup

P. S. Die Index-Studie kann hier online kostenfrei bestellt werden. Die PDF-Datei mit den Detailergebnissen kommt dann per E-Mail.

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4.1.10

Willkommen im Social Media Jahrzehnt!

Günstiger Facebook-Fantarif zum Jahresauftakt

Liebe Leser:

Und wieder ist ein Jahrzehnt vorbei. Es war die Zeit von iPod und iPone, Fotohandys und Blackberry, von Dell und Eee PC, von Windows und Linux, von Google, Wikipedia, Flickr, Skype, YouTube und XING. Es war die Dekade von DSL, VoIP und UMTS, von Flatrates und Prepaid.

Eine chronologische Aufstellung der vergangenen Jahre finden Sie hier

Und die nächsten Themen stehen schon auf der Matte:

Geolocation, Augmented Reality, Ambient Technologies, intelligente Netze und digitale Identitäten werden uns in der nächsten Zeit ebenso beschäftigen, wie das neue Google Phone und das Apple Tablet, LTE, HDTV- und 3D-Fernsehen. Und was erwartet uns kommunikativ in der neuen Dekade?

Herzlich Willkommen im Social Media Jahrzehnt!

  • Über meinen Blog bilden sich Besucher einen ersten Eindruck
  • Bei XING und Linkedin bin ich mit IT-Netzwerkpartnern verbunden.
  • Meine neue Facebook-Fanpage bietet mir direktes Feedback zu meiner Arbeit.
  • Bei Twitter entdecke ich heute spannende IT- und PR-Geschichten.
  • Auf Slideshare veröffentliche ich Präsentationen zu interessanten Themen.
  • Durch Facebook habe ich viele ehemalige Kollegen wiedergetroffen.

Business-Netzwerke (wie XING und Linkedin), Distributions-Netzwerke (wie Flickr, Slideshare oder YouTube) und persönliche Netzwerke (wie Facebook) werden für uns im neuen Jahrzehnt eine noch größere Rolle im Networking und damit im Marketing spielen.

Die Generation der "Digital Natives" ist in den Unternehmen angekommen. Sie erwartet, soziale Netzwerke und damit ihre Kommunikation im Beruf nutzen zu können. Mauermentalität, Kommunikation á la "toter Käfer" und Frontalbeschallung führen ins Aus.

Schon heute bekommen wir die spannenden Nachrichten über soziale Netzwerke - und nicht mehr über Google News. Schon heute vernetzen wir uns mit interessanten Menschen über XING oder Facebook - und nicht nur auf Messen und Kongressen.

Blättern Sie in meiner kleinen Präsentation bei Slideshare.

Auch im neuen Jahr stehe ich an der Seite mittelständischer IT-Anbieter und -Dienstleister in der Hauptstadtegion und bundesweit. Dabei konzentriere ich mich in meiner Arbeit zunehmend auf die drei Themenfelder

  • Online Communications
  • Online Media Relations
  • Social Media Relations

Hinzu kommen die klassischen Themen, wie "Media Relations" und "Face-to-Face Communications". Zu allen Bereichen biete ich realisitische Möglichkeiten, die praktische Umsetzung sowie Steuerung und Optimierung.

Sie profitieren auch im neuen Jahr von den drei besonderen Stärken, die ich als langjähriger Journalist mitbringe:

  • analytisch (Early Warning)
  • aktivierend (Early Acting)
  • kreativ (Agenda Setting)

18 Jahre kommunikativer und journalistischer Background in Verbindung mit persönlichem und thematischem Engagement sind das Rückgrad von Thomas Keup | Kommunikation und dem Themendienst OpenCoffee - Be Linux.

DAS IST NEU IN 2010:

Transparente Übersicht

In diesen Tagen stelle ich alle aktiven Zeitkonten auf Google Text & Tabellen um. Als Kunde erhalten Sie eine Einladung, Ihr Zeitkonto online einzusehen. Damit biete ich Ihnen jederzeit Transparenz zu den von Ihnen abgerufenen Leistungen.

Verfügbare Unterlagen

Ich speichere alle wichtigen Dokumente - wie Texte und Manuskripte - ab sofort bei Gigabank in der Schweiz. So stehen Ihre Unterlagen bei einem persönlichen Termin jederzeit sicher und zuverlässig zur Verfügung.

Mobiler Internetzugriff

Der Einsatz von Smartphone und Netbook gehört für mich im neuen Jahr zur täglichen Praxis. Damit kann ich jederzeit auf Ihre Anfragen reagieren, persönliche Termine vereinbaren und Ihre Online-Präsenz in Echtzeit monitoren und steuern.

Mit dem neuen Jahr führe ich außerdem die drei neuen, fairen Tarife Classic, Comfort und Creativ ein.

Der Economy-Tarif: "Thomas Keup Classic"

Vorteil: Günstiger Stundensatz für laufende PR-Projekte!
Details: keine feste Reaktionszeit, fester Stundensatz, mind. 50 Projektstd., 30 Tage Vorausbuchung, max. 6 Monate Laufzeit

Der Business-Tarif: "Thomas Keup Comfort"

Vorteil: Höchste Flexibilität für anspruchsvolle PR-Arbeit!
Details: Reaktionszeit: 48 Std. (Mo-Fr), Rabatt-fähig*, keine Mindestabnahme., keine Vorausbuchungsfrist, 2 Jahre Preisgarantie

Der First Class-Tarif: "Thomas Keup Creativ"

Vorteil: Aktuellestes Know-how für visionäre Chancen!
Details: Strategie- und Konzept-Tarif, Rabatt-fähig*, keine Mindestabnahme, inkl. uneingeschränkter Nutzungsrechte

Dazu biete ich Ihnen auch in 2010 einen attraktiven PROJEKT-RABATT mit 10 % für Ihre Kalkulation:

10 % Abzug als Mitglied ausgewählter IT-Netzwerke (auf Anfrage)

(gültig ab 1. Januar 2010 | Bestehende Projekte behalten ihre Gültigkeit | Änderungen und Irrtümer vorbehalten)

Und jetzt kommen wir zum Facebook-Fantarif:

In den vergangenen Wochen habe ich neben meiner Facebook-Profilseite eine Fanpage bei Facebook eingerichtet. Zum Start meiner Seite lade ich Sie herzlich ein, ein Fan von Thomas Keup | Kommunikation zu werden. Kommen Sie auf Facebook und verlinken Sie Ihr Profil oder Ihre Seite mit meiner Fanpage.

Link zur Fanpage (via Facebook-Anmeldung)

Mein Dankeschön:

Für Ihr neues PR-Projekt in 2010 erhalten Sie den reduzierten Stundensatz aus 2009. Allerdings nur, wenn Sie sich beeilen: Der Facebook-Fantarif ist bis zum 31.01.2010 buchbar (Datum des Vertragsschlusses). Danach gelten die drei neuen Tarife Classic, Comfort und Creativ (s. o.).

Sollten wir noch nicht online vernetzt sein, hier die wichtigsten Links:

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Start ins neue Jahr, auf das alle Ihre guten Vorsätze und Wünsche in Erfüllung gehen. Und wenn Sie professionell mit Ihren Kunden und Partnern kommunizieren wollen - Fragen kostet nichts!

Herzliche Grüße

Ihr

Thomas Keup

P. S. Hier noch ein paar interessante Weblinks für Sie:

Von Aptera, Chrome OS über Goggles bis Wave - die Innovationen des Giganten Google

Schauen Sie noch einmal zurück, wie Microsoft in den vergangenen Jahren geworben hat

Wenn Sie sich für das neue Jahr gute Vorsätze nehmen ... sollten Sie Prof. Gunter Dueck lesen

Vom elektronischen Personalausweis bis zum Mobilfunk - der BITKOM hat die Neuerungen für 2010

Die fünf spannensten Technologie-Trends für 2010 - zusammengestellt von der New York Times

Die Technik-Highlights für 2010 - von Apple Tablet über Google Phone bis zu E-Book-Readern

Das könnte uns das kommende Kulturjahr 2010 so bringen - ein humorvoller Ausblick der ZEIT

Was wird uns im neuen Internet-Jahrzehnt noch so erwarten? Hier eine Übersicht von T3N

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19.11.09

Klartext 11.09: Mit Analyse, Strategie & Konzeption zur Kommunikation

Liebe Leser:

Professionelle Kommunikation ist eine zentrale Wettbewerbsressource. Die Kommunikation eines Unternehmens ist täglich mit einer Vielzahl von Meinungsmärkten konfrontiert. Immer stärker beeinflusst die öffentliche Wahrnehmung die Handlungsspielräume von Unternehmen.

Um gesellschaftliche Legitimation zu erhalten, müssen Unternehmen die Bedürfnisse unterschiedlicher Interessensgruppen berücksichtigen. Warum glauben viele Geschäftsführer dann immer noch, dass Kommunikation von der Sekretärin mitgemacht werden kann?

Was hindert Firmen daran, professionelle Kommunikation ernst zu nehmen? Was hindert Entscheider daran, in Kommunikation systematisch zu organisieren? Wenn es purer Geiz ist, kann ich leider auch nicht helfen. Wenn es fehlendes Wissen ist, dann habe ich ein paar interessante Aspekte für Sie:

1. Alle an einen Tisch:

Am Anfang steht die Verständigung zwischen dem Unternehmen und dem Meinungsmittler. In der klassischen Beratung lädt der Kunde seinen PR-Partner zu einem Briefing. Dies ist der Startpunkt für alle weiteren Schritte. In einer Analyse stellt der PR-Partner Stärken und Schwächen den Chancen und Risiken der Kommunikation gegenüber, gleicht den Ist- mit dem Soll-Zustand ab und erstellt ein Polaritätsprofil, wie die Firma im Wettbewerb dasteht.

Mein präferierter Weg für die Analyse ist ein Workshop mit Geschäftsführung, Marketing- oder PR-Verantwortlichem sowie allen für die Kommunikation entscheidenden Bereichsleitern, z. B. aus Vertrieb, Support und Technik. Kreativ-Techniken, wie Flip-Flop, SWOT-Analyse, Himmel & Hölle sowie ein systematisches Feedback bringen innerhalb eines Tages Wünsche und Wege an die Tagesoberfläche. Eine Matrix und ein Mind-Map bieten die Chance, Fakten einzuordnen.

Am Schluss der Analyse - sei es als Briefing mit Recherche oder als Workshop mit Feedback - steht der Abgleich mit organisatorischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten. Daraus ergibt sich eine Neuformulierung der Aufgabenstellung.

Für alle, die jetzt schnell ihre Brieftasche wegpacken:

Ihr heutiges Image ist für 50% Ihres künftigen Umsatzes verantwortlich. Und: Ihr Image ist zu 70% von Ihrer Kommunikation abhängig. Dieses Ergebnis bestätigt Prof. Lothar Rolke von der FH Mainz in einer Studie.

2. Die neue PR-Strategie:

Das Ad-hoc-, Spontan- und Personality-PR Sie nicht weiter bringen, wissen Sie als Klartext-Leser. Leider verzichten allein in Berlin rd. 90% aller kleineren und mittleren IT-Unternehmen auf eine Markt-Kommunikation, wie ich für einen Beitrag des Wirtschaftsmagazins "Berlin Maximal" errechnet habe. Wenn Sie sich von der Masse abheben wollen und Kommunikation als ein Instrument Ihrer Geschäftsentwicklung ansehen, dann kommen hier für Sie die wertstiftenden Schritte auf dem Weg zur Kommunikations-Strategie:

Wer sind Ihre Bezugsgruppen?

Ein sinnvoller Ansatz, Ihre Kommunikationspartner zu erarbeiten, ist die Untergliederung in direkte, vermittelnde und indirekte Bezugsgruppen:

Direkte Bezugsgruppen:

  • Schlüsselkunden / Großkunden
  • Stammkunden / Laufzeitkunden
  • Projektkunden / Individualkunden
Vermittelnde Bezugsgruppen:
  • Geschäftspartner in der Beratung
  • Geschäftspartner für Verbundprodukte
  • Geschäftspartner für Entwicklungsthemen
Indirekte Bezugsgruppen:
  • Mitarbeiter Ihrer Hausbank/en
  • Mitarbeiter Ihrer Investoren
  • Mitarbeiter Ihres Wettbewerbs

Diese Aufstellung bietet Ihnen einen kleinen Ausschnitt Ihrer externen Bezugsgruppen. Hinzu kommen weitere externe sowie interne Bezugsgruppen, z. B. Mitarbeiter, Familien und der Betriebsrat. Auch die internen Stakeholder sollten nach direkten, vermittelnden und indirekten Partnern gegliedert werden.

Welche Bedürfnisse gibt es?

Um eine überzeugende Kommunikation zu gestalten, sollten Sie die Bedürfnisse Ihrer Bezugsgruppen kennen und ernst nehmen. Erarbeiten Sie in einem kreativen Prozess die Wünsche Ihrer externen und internen Bezugsgruppen. Folgende Punkte helfen Ihnen dabei:

E - Finanzielle Aspekte
T - Technische Aspekte
H - Persönliche Aspekte
O - Organisatorische Aspekte
S - Gesellschaftliche Aspekte

Das ETHOS-Prinzip zeigt die fünf Ebenen unserer täglichen Kommunikation auf. Im Workshop können Sie schnell und sicher einen Bedürfniskatalog für Ihre wichtigen Bezugsgruppen visualisieren und daraus eine Nutzen-Analyse ableiten.

Welche Ziele helfen Ihnen?

Jetzt geht es um Ihre strategischen Ziele. Bedürfnisse und Nutzwerte Ihrer Bezugsgruppen sind die Grundlage, die Ziele Ihrer Kommunikation zu erarbeiten. Ich präferiere die Untergliederung nach informierenden, emotionalisierenden und aktivierenden Zielen.

Informierende Ziele (zur Wahrnehmung):

  • Kernziel: Informationen vermitteln
  • PR-Wert: Resonanz ermöglichen
  • Teilhabe: Zur Kenntnis geben

Emotionalisierende Ziele (zur Einstellung):

  • Hauptziel: Kommunikation einleiten
  • PR-Wert: Relevanz herstellen
  • Teilhabe: In Dialog treten

Aktivierende Ziele (zum Verhalten):

  • Hauptziel: Zusammenarbeit fördern
  • PR-Wert: Reputation anbieten
  • Teilhabe: Nutzen ziehen

Neben den individuellen Kommunikationszielen stehen verschiedene Organisationsziele, wie die Entwicklung des Unternehmens, das Gewinnen neuer Kunden und die Steigerung des Umsatzes. Mein Tipp: Nutzen Sie eine Matrix mit X- und Y-Achse, um Ihre Ziele nach kommunikativer Bedeutung und organisatorischem Aufwand einzuordnen. Das Zusammenstellen kann im Rahmen eines moderierten Workshops stattfinden.

Die Ziele sollten auf jeden Fall messbar sein, um eine Evaluierung zu ermöglichen. Folgende Möglichkeiten sehe ich für die Messung:

Qualitative Maßstäbe:

  • breit gestreute Wirkung?
  • gruppenweise Wirkung?
  • persönliche Wirkung?

Quantitative Maßstäbe:

  • unterdurchschnittliche Wirkung?
  • insgesamt erwartete Wirkung?
  • überdurchschnittliche Wirkung?

Temporäre Maßstäbe:

  • kürzerfristige Wirkung?
  • mittelfristige Wirkung?
  • längerfristige Wirkung?

Gehen Sie offen mit Ihren Zielen um. Versuchen Sie nicht, faule Deals unter dem Tisch zu machen. Geben Sie sich die Chance, Ziele zu überprüfen und anzupassen (z. b. durch geringere oder intensivere Kommunikation).

Welche Botschaften senden Sie?

Gemeinsam mit Ihrem PR-Partner definieren Sie aus Ihren Zielen eine übergeordnete Position. Heißt: Sie formulieren eine nicht sloganfähige Leitbotschaft für folgende Bereiche:

  • Position zu Unternehmen und Kultur
  • Position zu Produkten und Leistungen
  • Position zu Lieferanten und Mitarbeitern

Kleiner Tipp: Wenn Sie sich zum "Marktführer" für "Business Solutions" küren, geht der Schuss garantiert nach hinten los. Davon abgesehen, dass kein Kunde und kein Journalist verbrannte Buzzwords mehr hören kann.

Jetzt kommen Ihre Bezugsgruppen wieder ins Spiel. Von Ihrer (Leit-)Position zu Organisation, Distribution und Produktion leiten Sie Botschaften für jede einzelne Gruppe ab:

  • Botschaften für Ihre Kunden
  • Botschaften für Ihre Partner
  • Botschaften für Ihre Zieljournalisten
  • Botschaften für Ihre Investoren

Erarbeiten Sie die Botschaften für Ihre externen und internen Zielgruppen, jeweils untergliedert nach direkter, vermittelnder und indirekter Kommunikation. Dies ist ein gehöriges Stück Arbeit. Hier sollten Sie sich externe Unterstützung holen.

Welche Strategie unterstützt Sie?

Eine der wichtigsten Vorarbeiten auf dem Weg zu Ihrer Kommunikation sind geeignete Hebel, um Ziele mittels Positionierung und Botschaften in den gewünschten Bezugsgruppen zu verankern. Ein paar Beispiele:

  • Top-Down-Strategie vs. Bottom-Up-Strategie
  • Testimonial-Strategie vs. Huckepack-Strategie
  • Brückenkopf-Strategie vs. Kooperations-Strategie

Manipulative Strategien, wie Ablenkung, Minenlegen oder Verdrängung lassen Sie bitte außen vor. Diese Strategien werden vornehmlich in der "großen Politik" und vereinzelt von bestimmten börsennotierten Aktiengesellschaften benutzt - nicht immer zum Vorteil... In aller Regel werden Sie für Ihre Bezugsgruppen verschiedene Hebel nutzen, da Sie unterschiedliche Ziele verfolgen. Entscheiden Sie sich für wenige, wirkungsvolle Hebel und überprüfen Sie die Wirkung anhand der Evaluierung.

Welche Maßnahmen helfen Ihnen?

Ein moderner Ansatz integriert alle Kommunikations-Instrumente in einem Mix. Nachdem die Werbung versuchte, "Integrierte Kommunikation" einschließlich PR zu betreiben, haben heute die PR-Fachleute klar die nutzstiftenden Ansätze im Programm.

Oberstes Ziel beim Einsatz kommunikativer Instrumente ist die dauerhafte Widerspruchsfreiheit. Nur eine authentische Kommunikation ist Garant für das Erreichen Ihrer Ziele. Dies betrifft inhaltliche und mediale Möglichkeiten (PR und Presse) ebenso, wie visuelle und persönliche Maßnahmen (Werbung und Event). Nutzen Sie eine "Zielgruppen-Maßnahmen-Tabelle" mit den Themenfeldern Zeitrahmen, Bezugsgruppen, Zielsetzung, Maßnahmen und Evaluierung, um Ihren Katalog im Überblick darzustellen. An dieser Stelle schließt sich der Kreis Ihrer erarbeiteten Teilschritte!

Wann passiert was in Ihrem Mix?

Schon heute erhalten meine Kunden für wichtige Maßnahmen, wie Pressekonferenzen, Broschüren- und Websiteprojekte einen Zeitplan. Wenn Sie einen umfassenden Kommunikationsmix erstellen, nutzen Sie das Instrument des Projektstrahls. Im Timing steckt zugleich der Spannungsbogen. Nutzen Sie die Erfahrung aus eigenen Projekten und die Beratung Ihres PR-Partners, um die zuvor erarbeiteten Maßnahmen gemäß kommunikativer Wertschöpfung aufeinander abzustimmen.

Folgende Elemente sollte jede Maßnahme enthalten:

  • Vorbereitungsphase
  • Aktivierungszeitraum
  • Nachbereitungsphase

Wie die Ziele dient auch der Zeitplan Ihrer eigenen Arbeit. Dabei sollte Ihr Marketing- bzw. Kommunikationsverantwortlicher klar die Projektleitung einschl. Steuerung in der Hand halten. Ohne Verantwortlichkeit und Kalender drohen Ihre PR-Projekte zu versanden.

Was kostet Kommunikation?

Mit ein bisschen PR und ein paar Anzeigen erreichen Sie vor allem Eines: Ihr Geld wird weniger. Die Gründe dafür sind ungenaue Zielsetzung, mangelnde Abstimmung und fehlende Kontinuität. Im Gegenzug ermöglicht eine klare Budgetierung, die vorhandenen Mittel bewusst und gezielt einzusetzen.

Folgende Chancen bietet das Budget:

  • Bewertung des Konzepts durch Entscheider
  • Plausibilität von Strategie und Maßnahmen
  • Machbarkeit im Einklang mit dem Finanzplan

Zwei Hinweise dazu: 1. Vergessen Sie nicht, eine Sicherheit von rd. 5 bis 10% einzubauen, sollten einzelne Maßnahmen kurzfristig intensiviert werden oder externe Kosten einmal steigen. 2. müssen Sie bei starken Kürzungen das Konzept neu aufstellen. Und auch das ist klar: Professionelle Kommunikation gibt es nicht im Discounter um die Ecke. Wer den Preis um des Prinzips willen drückt, verliert das Wohlwollen seines PR-Partners und erhält unterm Strich keine Antworten auf seine kommunikativen Fragen.

Denken Sie mal über Ihre Chancen in den kommenden zwei Jahren nach. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern jederzeit persönlich Rede und Antwort.

Herzliche Grüße

Ihr

Thomas Keup

P. S. Diese Klartext-Ausgabe ist der letzte monatliche Newsletter an Sie. Nach fünf Jahren regelmäßiger Information rund um professionelle Kommunikation ist es Zeit für etwas Neues. Dabei wird das Social Web eine wichtige Rolle spielen. Mehr dazu im Dezember!

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13.10.09

Klartext 10.09: Zusammen sind wir stark.

Liebe Leser:

In den vergangenen Monaten durfte ich die Pressearbeit für ein junges, offen denkenden IT-Unternehmen aufbauen. Nach systematischer Ausrichtung auf die Kundengruppe "Krankenhäuser" und professionaler Markendefinition hatte ich die Chance, mit dem Neu-Berliner Softwareanbieter PR nach dem Vorbild der 2.0-Kultur zu initiieren. Auch nach mehr 10 Jahren PR-Know how und gut 5 Jahren IT-PR war dieses Projekt für mich ein kleines Experiment - mit Erfolg.

Zugegeben: Der Anbieter eines Information-Management-Systems kannte seine Kundengruppe genau und nutzte die vergangenen Jahre, um ein offenes Diskussionsforum mit IT-Entscheidern, IT-Verantwortlichen und IT-Nutzern aufzubauen. Als regelmäßiger Klartext-Leser kennen Sie die Möglichkeiten der Vernetzung ebenfalls, so dass es zum Thema Zielgruppen-Ansprache keine Geheimnisse gibt. Warum erzähle ich Ihnen das?

Der externe PR-Aufwand der folgenden Kampagne lag bei weniger als 20 Projektstunden. Mit den Instrumenten Online-Umfrage, Presse-Einladung, Messe-Forum und Presse-Meldung wurden folgende Ergebnisse erzielt: Mehr als als 80 Votings und gut 30 Teilnehmer der Online-Umfrage, 180 informierte Fach- und Wirtschaftsmedien, ein Messe-Forum mit gut 25 Teilnehmern und eine Presse-Meldung mit redaktionellen Veröffentlichungen. Wie konnte das funktionieren?

Das Geheimis liegt in der Kombination aus

  • einem aktuellen, interessanten Leitthema und
  • einer offenen, ehrlichen und fairen Beteiligung.
Alle Trickser und Geschäftemacher können den Newsletter jetzt wegklicken und unterm Tisch ihren nächsten Deal einfädeln. Nachhaltig ausgerichtete Geschäftsleute erfahren jetzt, wie man mit relativ geringem Aufwand und einer Kombination bekannter und etablierter Möglichkeiten aus der eigenen Sackgasse der frontalen Kunden- und Partnerkommunikation herauskommt:

1. Schritt: Der Fokus

Ziel der Kampagne war es, neue interessante Geschäftspartner kennenzulernen. Die Spannweite der Kontakte reichte von akut interessierten Klinik-Verantwortlichen über lantent interessierte Klinik-Entscheider bis zu Partner-Firmen für die Entwicklung und Kommunikation gemeinsamer Angebote. Hinzu kam die Vertiefung bestehender Kunden- und Partner-Kontakte. Dies ist eine ganzheitliche Messe-Kommunikation.

2. Schritt: Das Konzept

Die dreistufige Kommunikation vor, während und nach der Messe baute auf eine entscheidende Leitfrage auf: "Warum nutzen Anwender in Kliniken bestehende IT-Systeme nicht?" Natürlich hätte sich mein Kunde die Frage selbst beantworten können. Durch das Initiieren einer offenen und ehrlichen Frage gab sich die Geschäftsführung jedoch die Chance, neue Antworten zu gewinnen und dabei online wie offline neue, interessante Menschen kennenzuleren.

3. Schritt: Die Umfrage

Als Mit-Initiator einer neutralen Diskussions-Plattform wurde die definierte Leitfrage mit insgesamt sieben Antwort-Möglichkeiten ins Netz gestellt. Die Online-Umfrage wurde per E-Mail dem Plattform-Verteiler, bestehenden Netzwerk-Kontakten und via XING interessierten Fachleuten bekannt gegeben. Da die Umfrage offen und ehrlich war, lies das Ergebnis nicht lange auf sich warten. Mit den mehr als 80 Votings konnte nun das erste Zwischen-Ergebnis veröffentlicht werden.

4. Schritt: Die Diskussion

Die drei Schlüssel-Ergebnisse zu Schulungen, IT-Umsetzung und Bedienerfreundlichkeit dienten der Einladung zur persönlichen Diskussion. Dazu wurde auf der Messe eine einstündige Talk-Runde mit Get-together vorbereitet. Die Ergebnisse dienten zugleich der Information von Fachmedien aus Gesundheitswesen und IT-Industrie. Mit 25 Teinehmern aus allen Bereichen des Krankenhauswesens wurde nach der Resonanz für die Umfrage nun die Relevanz für das Thema aufgebaut.

5. Schritt: Die Auswertung

Tue Gutes und rede darüber. Dieser Grundsatz zieht sich wie ein roter Leitfaden durch die Aktion. Also wurden die Ergebnisse der offenen Diskussion per Presse-Meldung und Newsletter allen neuen wie bestehenden Kontakten und der Fachpresse zur Verfügung gestellt. Durch die Online-Umfrage, das Messe-Forum und die kontinuierliche Kommunikation wurde dem Anbieter die Qualifikation - sprich Reputation - für das Thema zugesprochen, ohne dass er es selbst reklamierte.

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Vorbereitungen für die mehrstufige Kommunikation begannen rd. 4 Wochen vor der Fachmesse - ein verhältnismäßig kurzer Vorlauf. Die zwei entscheidenden Schlüssel für das Funktionieren waren a) die Bereitstellung des Messe-Forums und b) das Nutzen bestehender, qualifizierter Fachverteiler. Gute Kontakte zum Messe-Veranstalter waren dabei eine Voraussetzung.

Darauf müssen Sie achten: Wenn Sie eine Diskussion auf einer fremden Plattform vorbereiten, wollen plötzlich ganz viele wichtige Menschen mitreden - z. B. Messe-Manager oder Verbands-Vertreter. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Ziele und setzen Sie diese durch. Letztendlich wollen Sie Ihren eigenen Erfolg ernten. Unterm Strich müssen Sie sich ohnehin um Ihre Aktion selbst kümmern. Diese Arbeit nimmt ihnen niemand ab.

Fazit: Die vorgestellte Kampagne ist für mich der Beweis, dass in einer kleinteiligen, z. T. verschlossenen Branche wie der IT-Industrie eine echte Chance besteht, nicht vorhandende oder verstaubte Kunden- und Partner-Kommunikation auf eine neue, erfolgversprechende Stufe zu heben. Dabei ist es keine Frage des großen Geldes, sondern der Konzentration auf ein klares Ziel und des persönlichen Engagements, dieses Ziel erreichen zu wollen.

Ich wünsche Ihnen für Ihre Kunden- und Partner-Kommunikation auf den bevorstehenden Messen und Events viel Erfolg! Und wenn Sie eine Frage haben, wie Sie Ihr Marketing in Schwung bringen können - rufen Sie einfach an. Ich verspreche Ihnen auch, nichts darüber in Klartext zu verraten.

Herzliche Grüße

Ihr

Thomas Keup

Das Web als U-Bahn-Netz: Zoomorama

10 Tipps für erfolgreiche Werbung

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15.9.08

Klartext 09.08: Zählst Du noch oder weisst Du schon?

Liebe Leser:

Stochern Sie noch im Nebel, oder wissen Sie, wie Ihre Öffentlichkeitsarbeit wirkt? Immerhin betreiben mehr als 83% aller PR-Agenturen und rd. 69% aller Pressestellen eine Erfolgskontrolle ihrer Kommunikation. So das Ergebnis des PR-Trendmonitors von news aktuell, an dem Thomas Keup | Kommunikation teilnimmt. Hier die bekannten Methoden:

Quantitative Methoden:

  • Presseberichte sammeln und zusammenzählen
  • Reichweiten oder Anzeigenwerte berechnen
  • Tonalität der Beiträge ermitteln
  • Absatzwirkung der PR ableiten.

Der Haken: Quantitative Methoden können den Nutzen der PR kaum nachweisen. Rd. die Hälfte aller Geschäftsleitungen halten die Ergebnisse für kaum überzeugend, um in PR zu investieren. Pressestellen wie PR-Agenturen sind sich einig, dass Budgets zu je einem Drittel kaum, etwas und mehrheitlich als nutzstiftend nachgewiesen werden können.

Jetzt wird es kritisch: Interne Pressestellen haben nur zu gut 35% eine PR-Strategie, die Agenturen sehen nur bei 31 Prozent ihrer Kunden Strategie und Konzeption. Immerhin haben PR-Auftraggeber intern wie extern mehrheitlich einen Plan für PR-Kampagnen - mehr aber auch nicht.

Und wie kommen Sie aus der Falle?

Jede Evaluierung hat im Kern ein Ziel: Die Messung der Wertsteigerung für die Marke, die Produkte und Leistungen - und damit für den geschäftlichen Erfolg. So einfach das Ziel klingt, so schwer ist es zu erreichen. Denn: Quantitative Methoden können nicht nachweisen, wie sich die Einstellung und damit das Verhalten der Zielgruppen positiv verändert.

Fragen kostet immer noch nichts!

Eine Möglichkeit, aus der Sackgasse zu kommen, ist die qualifizierte Meinungsforschung: Dreh- und Angelpunkt der Befragung ausgewählter Stakeholder - wie Kunden, Journalisten und Mitarbeiter - ist die Frage "Wie wurde ich wahrgenommen?" Qualitative Befragungen müssen aber unbedingt regelmäßig durchgeführt werden, um die Veränderungen aufzuzeigen.

Wer noch tiefer in die "Hinterköpfe" seiner Kommunikationspartner hineinschauen möchte, sollte auf Fokusgruppengespräche setzen. Hier können Kunden, Journalisten oder Mitarbeiter dezidiert über das Unternehmen, die Produkte und Leistungen sowie die Kommunikation befragt werden. Auch hier gilt: Desto qualifizierter befragt wird, desto genauer die Aussagen.

Hier ein paar Einordnungen, die abgefragt werden können:

Qualitative Maßstäbe:

  • breit gestreute Wirkung?
  • gruppenweise Wirkung?
  • persönliche Wirkung?

Quantitative Maßstäbe:

  • unterdurchschnittliche Wirkung?
  • insgesamt erwartete Wirkung?
  • überdurchschnittliche Wirkung?

Temporäre Maßstäbe:

  • kürzerfristige Wirkung?
  • mittelfristige Wirkung?
  • längerfristige Wirkung?

Denken Sie mal über qualifizierte Möglichkeiten der Bewertung Ihrer Kommunikation nach. Hier schlummern die verborgenen Schätze Ihrer Kommunikation mit dem Markt, Ihren Kunden und den Medien.


Zum Nachlesen:

PR-Trendmonitor Mai 2008


Wohin geht die Evaluation?




SEITEN-WECHSEL:

Sie lügen und betrügen, sobald Sie den Mund aufmachen: Zahlreiche Politiker und Manager tun Alles, um ihre Glaubwürdigkeit auf dem schnellsten Weg loszuwerden. Sie glauben mir nicht? Hier ein klitzekleiner Video-Beweis

"Was die da oben können, können wir erst recht", denkt sich so mancher. Doch während die "Deutschland AG" durch gut dotierte Aufsichtsratsposten und Beraterverträge weich landet, kostet der Reputationsverlust kleine und mittelständische Unternehmer die Existenz.

Lügner haben lange Nasen...

Die Direktmarketing-Spezialistin Kerstin Plehwe hat sich des Themas kommunikativ angenommen. Mit zehn einfachen Regeln zeigt die Autorin, wie man aus der "Pinocchio-Falle" heraus kommt. Ihr Fokus: Journalisten als wichtige externe Partner für Glaubwürdigkeit. Hier der Überblick mit meinen Einordnungen:

1. Authentizität

Journalisten sind von Hause aus skeptisch. Wer in seiner PR-Arbeit werblich um die Ecke kommt oder kritische Punkte verschweigt, lässt an seiner Aufrichtigkeit zweifeln. Folge: Redakteure nutzen eine andere, glaubwürdige Quelle. Im schlimmsten Fall werden sie versuchen, Missstände aufzudecken. Dabei gilt: Einer quatscht immer.

2. Individualität

Journalisten sind kleine Divas - ich weiß, worüber ich rede... Persönliche Ansprache und ein offener, ehrlicher Kontakt zu Zieljournalisten sind daher Gold wert. Worauf Redakteure gar nicht stehen: Massenaussendungen ohne einen inhaltlichen Bezug zur eigenen Arbeit. Damit verbrennen Sie sich jeden wohlgesonnenen Pressekontakt.

3. Ernsthaftigkeit

Journalisten haben ein Mitteilungsbedürfnis. Anfragen sollten zügig und qualifiziert beantwortet werden - ohne sich hetzen zu lassen. Wer Wochen lang auf eine Antwort warten lässt, macht sich verdächtig. Schweigen Sie, geht der Journalist eigenständig auf Recherchetour. Und das kann böse nach hinten los gehen.

4. Emotionalität

Journalisten sind auch nur Menschen. Wie im Leben gilt auch im Kontakt mit Medienvertretern: Gefühle entscheiden über Wohlwollen und Zusammenarbeit. Anstatt Redakteure mit trockenen Zahlen zu quälen, sollten Sie Ihre Experten Geschichten erzählen lassen. Aber bleiben Sie bei der Wahrheit, sonst wird es brenzlig.

5. Mobilisierung

Journalisten wollen dazu gehören. Bieten Sie Medienpartnern Tests, Besichtigungen, Seminare und Hintergrundgespräche an. Verzichten Sie auf die Chance zur persönlichen Teilhabe, müssen Sie sich mit anderen Unternehmen in die Warteschlange einreihen. Dann kann eine Berichterstattung laaaaange auf sich warten lassen.

6. Onlinepräsenz

Journalisten sind nicht mehr allein auf der Welt. Kunden, Interessenten und Blogger bestimmen zunehmend mit, wie Sie in der (digitalen) Welt wahrgenommen werden. Können Sie Journalisten gezielt "bekuscheln", fallen Ihnen Beiträge in Blogs und Foren direkt auf die Füße. Mein Tipp: Machen Sie mit, nutzen Sie das "Web 2.0" für eigene Blogs und Foren.

7. Vernetzung

Journalisten wollen ernst genommen werden. Statt Themen aus dem Hut zu zaubern, vernetzen Sie Fachjournalisten einfach untereinander. Möglichkeiten: ein regelmäßiger Pressetreff und/oder eine virtuelle Community. Vergessen Sie die Blogger nicht. So erfahren Sie fast von selbst, was demnächst im Redaktionsplan steht. Nutzen Sie die Chance.

8. Kreativität

Journalisten sind gierig auf Neues. Wer Medienvertreter mit langweiligen Produktankündigungen quält, muss sich über fehlende Aufmerksamkeit nicht wundern. Probieren Sie neue Wege der Medienansprache, wie Videos in YouTube oder einen Expertenchat im IRC. So ersparen Sie sich Langeweile und erhöhen die Aufmerksamkeit.

9. Crossmedialität

Journalisten sind unterschiedlich unterwegs. Neben der klassischen E-Mail sollten Sie Neuigkeiten unbedingt im Pressebereich Ihre Website ankündigen, einen Newsfeed per RSS anbieten und Ad-hoc-Meldungen nach Absprache! per SMS anbieten. Aber Vorsicht: Nerven Sie Journalisten, kegeln Sie schneller raus, als Ihnen lieb ist.

10. Evaluierung

Journalisten können Sie nicht kaufen. Aber Sie können Ihre Themen, Ihre Ansprache und Ihr Timing optimieren. Neben klassischen Instrumenten - wie Monitoring und Resonanzanalyse - sollten Sie wichtige Zielmedienvertreter direkt befragen. Und vergessen Sie nicht: Kommunikation ist ein Prozess, keine Frage von Kampagnen.

Zum Nachlesen:

Die zehn Regeln bei PR-Professional.




NEUES AUS DEM WEB:

Wie Sie in Zukunft Handys auspacken.

11 "Geheimnisse" für Ihren Vertrieb.


Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Herbst-Session und vergessen Sie nicht: Man kann nicht nicht kommunizieren. Aber man kann durchaus schief um die Ecke kommen. Lassen Sie uns mal darüber sprechen!


Herzliche Grüße

Ihr

Thomas Keup

P. S. Jetzt ist die letzte Chance für Ihre Medienpräsenz zu SYSTEMS, Moderner Staat und Medica. Lassen Sie uns darüber sprechen.

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14.8.07

Klartext 08.07: Der PR-Gau im BMWi

"Gibst Du mir einen Zeitungsartikel, bekommst Du eine bezahlte Anzeige!"


Liebe Leser:


Der Kölner Stadt-Anzeiger hat das Wirtschaftsministerium und die Berliner Agentur Flaskamp schwer in Bedrängnis gebracht. Rd. 80 Berichte bei Google News am vergangenen Wochenende und eine Debatte quer durch die gesamte Presselandschaft zeigen die Bedeutung des bekanntgewordenen Tabubruchs.

Im Überblick:

Das Wirtschaftsministerium hatte unter dem Titel "Dialogtour" eine bundesweite Veranstaltungsreihe im Rahmen der Mittelstandsinitiative "Impulse für Wachstum" initiiert. Die beauftragte Agentur bot Regionalzeitungen dazu exklusive Medienpartnerschaften an, versprach im Gegenzug Anzeigen i. H. v. jeweils bis zu 40.000 Euro. Als Musterbeispiel wurde eine Veranstaltung im Juli d. J. in der IHK Potsdam in Zusammenarbeit mit der Märkischen Allgemeinen Zeitung genannt.

Für die Kampagne machte die Agentur den Zeitungen genaue Vorgaben zur Moderation der jeweiligen Veranstaltung durch den Chefredakteur und zum Umfang der regionalen Berichterstattung. Als Bonbon boten die Berliner Werber Redaktionsbesuche durch Wirtschaftsstaatssekretär Otremba oder gar Wirtschaftsminister Glos an. Nach Angaben des Ministeriums sind bislang 140.000 Euro in Anzeigen geflossen.

Laut Kölner Stadt-Anzeiger haben bereits 2 von 5 angeschriebenen Tageszeitungen das Spiel mitgemacht. Nun wird intern ermittelt, wer seine Finger noch in die Töpfe "gesteckt hat". Im Visir sind Staatssekretär Otremba und Pressechef Zielke. Grünen-Chef Bütikofer nannte das Wirtschaftsministerium "korrupt". FDP-Haushaltsexpertin Flach sprach von "Absicht". Linksfraktions-Vizechefin Lötzsch ist überzeugt, dass die Anzeigenaffäre "keine Ausnahme" ist. Regierungssprecher Steg nannte die Agentur "etwas übereifrig".

Und was ist an der ganzen Sache nun dran?

  • Agenturinhaber Jan Flaskamp stapelt tief und spricht von einem Versehen - ggü. dpa.
Doch im Journalismus gilt: "Einer quatscht immer":

  • Berlins IHK-Sprecher Holger Luhnau verrät das Anzeigen-System Flaskamp dem ddp.
  • Und auch die wortstarken Kritiker melden sich sofort zu Wort - z. B. in der taz.
  • Am Montag verabschiedete sich das BMWi von seiner Agentur, berichtet der Stadt-Anzeiger.
Meine Meinung:

  • Die Kombination von Werbung, Pressearbeit und Veranstaltung ist bei der Flaskamp AG tägliche Praxis.
  • Im Bundeswirtschaftsministerium gehen alle großen Agenturen täglich ein und aus.
  • Mit einem Etat von rd. 2,8 Mio. EUR ist es ein "fetter Brocken" für Agenturen.
  • Die Anzeigenaffäre ist kein Einzelfall. Das Prinzip hat System, wie die taz schildert.
  • Ich begrüße die klare Haltung von IHK-Sprecher Holger Luhnau.
  • Leider wird das System weiter existieren, so lange PR-Kunden bereit sind, wegzusehen.
Mein Ratschlag:

  • Fangen Sie gar nicht an, Anzeigen für Berichterstattung anzubieten. Von Presse- und PR-Kodex ganz abgesehen.
  • Ich lehne diese Art der Hofberichterstattung generell ab, da sie unglaubwürdig ist und zu Abhängigkeiten führt.
Das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) kommt in seiner aktuellen Studie "Vertrauen 2.0" zu einem interessanten Ergebnis:

"Im Web 2.0 können Firmen nicht mehr lügen. Die Mitmachkultur des neuen Internet führt dazu, dass jede noch so kleine Inkorrektheit über kurz oder lang aufgedeckt wird. Wer sich zum Schummeln hinreissen lässt, muss mit gravierenden Konsequenzen und einem Totalschaden seiner Reputation rechnen."

Nachzulesen bei meinem Kollegen Klaus Eck.

Themawechsel:

Aus meiner Zusammenarbeit mit Unternehmen wie IBM oder dem Spiegel weiß ich, dass sich in größeren Organisationen der Instant Messenger als direkte Möglichkeit der Abstimmung durchgesetzt hat. Dabei spielt es dank Multiprotokoll-Messenger keine Rolle, welches (öffentliche) Netzwerk man bevorzugt.

Ich selbst tausche mich mit Kollegen verschiedener Softwareprojekte u. a. über ICQ und Jabber (Google Talk) aus. In vielen Unternehmen sind GroupWise Messenger, Lotus Sametime oder der Microsoft Communicator im Einsatz. Was Firmen mit verteilten Standorten nutzen, können auch Sie sich als Mittelständler zu Eigen machen. Mein Tipp:

  • Laden Sie Kunden und Partner ein, selbst Instant Messaging zu nutzen.
  • Wählen Sie eines der öffentlichen Netzwerke für Ihre Kommunikation.
  • Tauschen Sie mit Kunden und Partner einfach die Kontaktdaten aus.
Dabei können Ihre Kunden und Partner über vorhandene Messenger auch jedes öffentliche Netzwerk erreichen. Mit dem Multiprotokoll-Messenger Pidgin (vormals Gaim) oder den Messengerdienst meebo.com erreichen Sie Teilnehmer aller bekannten Messenger-Dienste. Damit steht einer direkten Kommunikation nichts mehr im Weg.

Hier eine Übersicht der bekanntesten Dienste:

Öffentliche Netzwerke:

Multiprotokoll-Messenger:

  • PIDGIN - Ein Messenger für alle Dienste
  • meebo - Eine Website für alle Dienste
  • GIZMO - Skype-Alternative mit SIP und Messenger
Zu guter Letzt:

Das Internet beeinflusst zunehmend auch die Arbeit von Journalisten und PR-Fachleuten. Einer der aktuellen Trends sind Nachrichtencommunities. Hier verlinken User interessante Meldungen aus Nachrichtenportalen und lassen diese dann von anderen Besuchern bewerten. Für die Pressearbeit öffnet sich damit ein zusätzlicher Kanal der Nachrichtenverbreitung (Distribution) und der Nachrichtenbewertung (Relevanzanalyse).

Ich selbst habe im Vorfeld des diesjährigen LinuxTags in Berlin eine veröffentlichte Meldung verlinkt und zur Bewertung gegeben - mit rundherum positivem Effekt. Wichtig dabei ist, dass die Meldungen im Original auf Newsportalen oder in Weblogs veröffentlicht wurden. Für Marketingtexte ist hier definitiv kein Platz - nur falls Sie auf gewisse Gedanken kommen sollten....

Deutschsprachige Nachrichtencommunities:

In Zukunft bietet auch Google eine Kommentarfunktion für seinen Nachrichtendienst Google News an. Das Projekt startet zunächst in den USA, soll später aber auch lokalisiert werden. Mehr...

Klicks, Quoten, Reizwörter: "Nachrichten-Sites im Internet - Wie das Web den Journalismus ändert" Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Soviel für heute aus der Welt der Kommunikation. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Instant Messaging mit Ihren Kunden und Partnern, beim Durchstöbern der Nachrichtencommunities und freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit.

Übrigens: JETZT sollten Sie spätestens über Ihre PR zur Systems nachdenken, wenn Sie in München dabei sein werden. Rufen Sie mich einfach an!


Herzliche Grüße

Ihr

Thomas Keup

P. S. Wenn Sie in den kommenden Tagen ins Ausland reisen, besorgen Sie sich eine günstige Prepaid-Karte und zeigen Sie teuren Mobilfunkprovidern die rote Karte. Eine Übersicht finden Sie hier.

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12.7.07

07.07 - Klartext für Kunden und Partner

Ein bisschen PR ist wie ein bisschen "schwanger".


Liebe Leser:

Vor dem wohlverdienten Sommerurlaub möchte ich noch ein richtig heißes Eisen anpacken:

"PR-Budgets und wie man sein Geld sonst noch zum Fenster hinaus werfen kann."

Auf den Punkt gebracht: Ein Fünftel der PR-Mittel in deutschen Unternehmen wird für irgendwas ausgegeben - nur nicht für zielführende Public Relations-Arbeit. Im Dienstleistungssektor gehen PR-Verantwortliche sogar davon aus, dass jeder zweite Euro effektiver ausgegeben werden kann.

Warum ist die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit so ineffizient?

Die Hamburger Kommunikationsagentur Faktenmonitor hat dazu PR-Verantwortliche im Auftrag von news aktuell befragt. Die wichtigsten Gründe im Überblick:

* Jährlich wiederkehrende Aufgaben, die nicht hinterfragt und angepasst werden
* (Kurzfristige) Sonderwünsche der Geschäftsführung und anderer Abteilungen
* Reaktive Routine-PR auf Grund fehlender Rückendeckung für die PR-Arbeit
* Keine aktive Erarbeitung und Umsetzung von Kommunikationskonzepten

Auf gut Deutsch: PR-Verantwortliche müssen ein bisschen Marketing, ein bisschen Werbung und - wenn die Zeit bleibt - auch noch ein bischen Pressearbeit machen. Was meinen Sie, erreicht man mit ein "bisschen schwanger" zielsicher und günstig seine wirtschaftlichen und kommunikativen Ziele? Ich bezweifle dies.

Was bremst Ihre PR und was könnte sie antreiben?

Die Analysten von Faktenmonitor schreiben: "Ein PR-Strategie ist dann erfolgreich, wenn die Zielgruppe (also Mediennutzer) die intendierte Unternehmensbotschaft wahrnimmt und danach handelt." Entscheidend für den (wirtschaftlichen) Erfolg ist also der Weg Ihrer Botschaft zu den Interessenten.

Und wie erfahre ich, was "auf der Strecke geblieben" ist?

* Fragen Sie, ob Ihre initiierten Botschaften angekommen sind
* Fragen Sie, über welche Kanäle sie Ihre Themen erreicht haben
* Fragen Sie, wofür sie sich interessieren und wofür eher nicht

Die Ergebnisse werden Sie sicher ein wenig erstaunen. Denn Produktinfos werden - im Gegensatz zur eigenen Wahrnehmung - ganz weit hinten stehen. Statt dessen werden - aus meiner Sicht - Angebote zur Problemlösung großes Interesse finden. Bei den zielführenden Kommunikationskanälen sollten Sie ganz genau hinhören und keine voreiligen Schlüsse ziehen!

Jetzt ist es an der Zeit, eine Inventur zu machen!

* Welche Maßnahmen dienen wirklich den Wünschen Ihrer Bezugsgruppe(n)?
* Welche Maßnahmen dienen eher der Routine und sollten angepaßt werden?
* Welche Maßnahmen sollten Sie ergänzen oder neu in Ihre PR-Arbeit aufnehmen?

Bei der Inventur Ihrer Kommunikation gilt: Alle an einen Tisch! Wenn die Geschäftsführung nicht mit dabei ist, wird das PR-Budget niemals effektiv aufgesetzt werden. Ist der PR-Verantwortliche nicht mit dabei, werden angepaßte Konzepte niemals konsequent umgesetzt. Schließlich möchte Jeder in seiner Funktion anerkannt werden...

Richten Sie nun Ihre Maßnahmen auf die Kanäle aus, die Ihnen Ihre Kunden und Partner als zielführend genannt haben. Ist Ihre Homepage der Dreh- und Angelpunkt, sollten Sie sich u. a. darauf konzentrieren. Sind öffentliche Vorträge der Schlüssel zu Verständnis und Vertrauen, sollten Sie Ihre Präsenz entsprechend stärken. Und: Welche Medien nutzen Ihre Kunden und Partner?

Mein Tipp:
Hören Sie auf Ihre Partner und setzen Sie Ihre Ansprüche nicht zu hoch.


Neben der Frage, welche Instrumente Ihre Botschaften zielsicher zu Interessenten und Kunden bringen, sind die Inhalte Ihre Kommunikation entscheidend. Wer über ein Produktblatt "Pressemitteilung" schreibt, muss sich nicht wundern, wenn kommunikativ nichts passiert.

Setzen Sie auf Themen, die Betroffenheit auslösen!

Dieser Satz klingt vielleicht ein wenig nach Bild-Zeitung. Fakt ist aber: Erreichen Sie bei Journalisten (als Vermittler) und Mediennutzern (als künftige Kunden) nicht das Gefühl, können Sie Ihre Preisliste auch gleich stecken lassen. Daraus ergibt sich die Frage: Wo ist der Schmerzpunkt, über den ich mein Thema transportieren kann? Hier sollten Sie jedoch aufpassen:

* Tappen Sie nicht in die übliche "Kosten-Senkungs-Falle". Die Kosten sind nie allein ausschlaggebend!
* Tappen Sie nicht in die übliche "Effizienz-Steigerungs-Falle". Wirtschaftlich sollte man immer arbeiten!
* Denken Sie mal über die wirklich guten Gefühle nach, die Sie mit Ihren Leistungen erbringen können!

Nur soviel: Aktuelle Forschungsergebnisse gehen davon aus, dass wir zu über 90% gute Gefühle kaufen, wenn wir uns für ein Produkt oder eine Dienstleistung entscheiden. Dabei müssen Preis und Leistung stimmen - entscheidend ist jedoch der Bauch, der mir sagt, auf der "guten" Seite zu stehen...

Wenn auch Sie Ihre "Soft-Skills" heben möchten, lassen Sie uns darüber sprechen. Folgende Hinweise darf ich Ihnen dazu geben:

* Wenn Sie vor lauter "IT-Marketing" ein wenig die Sicht Ihrer Kunden "verloren" haben, hilft ein Kreativ-Workshop
* Wenn Sie nicht so genau wissen, was bei einer Anpassung Ihre Kommunikation raus kommt, fragen Sie einfach
* Wenn Sie mit Ihrer Geschäftsführung nicht wirklich offen sprechen können, nutzen Sie einen externen Partner

Den ausführlichen Beitrag zum Thema PR-Effizienz von Faktenmonitor finden Sie hier.


Themenwechsel:

In der Juni-Ausgabe von Klartext habe ich angekündigt, Ihnen spannende Newsletter zum Thema Pressearbeit zu empfehlen. Noch immer ist das Thema Public Relations für viele Unternehmen ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei gibt es zahlreiche frei abonnierbare Newsletter, die Ihnen aktuelle Neuigkeiten und interessante Hintergründe liefern. Hier meine Aufstellung für Sie.

Newsletter mit dem Schwerpunkt Kommunikation:

Agenturverband GPRA: PR-Guide-Newsletter

Faktenmonitor: PR-Professional - der Newsletter für PR-Profis *Tipp*

PR-Journal: Newsletter

prdienst.de: Online-PR-Newsletter *Tipp*

prportal.de: Newsletter

STAMM Verlag: Medien-Newsletter

Storymaker: Newsletter *Tipp*

Die mit *Tipp* gekennzeichneten Newsletter empfehle ich auf Grund ihres interessanten Inhalts besonders. Wenn Sie nicht gleich alle Newsletter bestellen möchten, durchstöbern Sie doch einfach die Newsletter-Archive, sofern vorhanden. Sicher finden Sie den einen oder anderen Nutzwert für Ihre Arbeit. Viel Spass beim Lesen!


Zu guter Letzt:

Immer mehr IT-Unternehmen führen eigene Veranstaltungen für Kunden und Partner durch. Diese hauseigenen Events haben oftmals eine hohe Qualität - erreichen aber selten neue Interessenten. Frei nach der Devise "Tue Gutes und rede darüber" hier eine kleine Übersicht über Veranstaltungskalender, in die Sie Ihr Get-together unter gewissen Voraussetzungen veröffentlichen können.

Veranstaltungskalender mit Schwerpunkt Medienpräsenz:

Regionale Terminkalender:

B2BB Veranstaltungskalender


BERLIN maximal - Berliner Termine *Tipp*

Nationale Terminkalender:

iX - Heise Online *Tipp*

Medienkalender.de *Tipp*

pressedienst.at - Deutschland (nach Regionen)

pressetermine-planen.de

Ein kleiner Hinweis:
Nicht jeder Sales-Event besitzt die Relevanz zur Veröffentlichung. Sollten Sie reine Verkaufsveranstaltungen veröffentlichen wollen, wundern Sie sich nicht, wenn Ihre Termine nicht veröffentlicht werden. Alle Terminkalender werden durch Redaktionen betreut, die ungeeignete Veranstaltungen ausfiltern. Gern informiere ich Sie über das Thema "Relevanz".

Damit schließe ich für heute und wünsche Ihnen eine schöne Sommerzeit im Kreis Ihrer Lieben. Erholen Sie sich gut und denken Sie am Strand auch mal darüber nach, wie Sie Ihre Kommunikation im 2. Halbjahr optimieren können. Ich freue mich auf Ihr Feedback!


Herzliche Grüße

Ihr

Thomas Keup


P. S. Damit Sie staufrei durch den Urlaub kommen, hat die Sparkassen Direktversicherung eine ADAC-Tabelle zu den schlimmsten Stautagen dieses Sommers veröffentlicht. Schauen Sie mal rein - hier

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